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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/absatzfoerderung.html

Absatzförderung

Dem Auftrag des Bayerischen Landtages entsprechend hatte die Absatzförderung bayerischer Agrarprodukte im In- und Ausland im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) auch in den Jahren 2008 und 2009 einen hohen Stellenwert.

Nachdem die nationale Absatzfördereinrichtung CMA entsprechend dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes Anfang 2009 ihre Tätigkeit einstellen musste, galt es, die Exportförderangebote für die bayerische Agrar- und Ernährungswirtschaft neu zu bündeln. Die Aktivitäten zur Unterstützung der mittelständischen Ernährungswirtschaft werden in enger Zusammenarbeit mit den Dachverbänden der Ernährungswirtschaft, der IHK/AHK sowie dem BMELV realisiert.

Ausführliche Informationen sind auf der Homepage des StMELF unter der Rubrik „Markt & Absatz“ zu finden.

Messen

Um den mittelständischen Unternehmen der bayerischen Agrar- und Ernährungswirtschaft die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Erzeugnisse auf dem Markt unter vertretbaren Kosten zu präsentieren, beteiligt sich das StMELF im In- und Ausland mit einem Gemeinschaftsstand an ernährungswirtschaftlichen Fachmessen und betreut die ausstellenden Firmen.

Das StMELF hat sich zusammen mit Verbänden und Firmen der bayerischen Ernährungswirtschaft in den Jahren 2008 und 2009 u. a. an folgenden Messen beteiligt:

  • Anuga, Köln, 2009
  • Biofach, Nürnberg, 2008 und 2009
  • Brau, Nürnberg, 2008
  • Cibus, Parma, 2008
  • Consumenta, Nürnberg, 2008 und 2009
  • Food & Life, München, 2008 und 2009
  • Tuttofood, Mailand, 2009
  • Internationale Grüne Woche, Berlin, 2008 und 2009
  • World of Food India, Bombay, 2009
  • Sial, Paris, 2008

Darüber hinaus beteiligte sich das StMELF über die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) im Rahmen seines Informations- und Beratungsauftrages an Regionalausstellungen und ähnlichen Veranstaltungen. Insgesamt wurden in den Jahren 2008 und 2009 jährlich etwa 40 solcher Maßnahmen durchgeführt.

Verkaufsförderung

Die Bayern-Wochen im Lebensmitteleinzelhandel werden überwiegend im Ausland durchgeführt. Vorausschauende Planung und eine rechtzeitige Information der bayerischen Ernährungswirtschaft über die Aktionstermine sowie attraktive und individuelle Kommunikationshilfen des StMELF für den Ort des Verkaufs (Point of Sale), z. B. Motivplakate, Grenzschilder, Bayern-Regal und Bayern-Warenschütte zur Warenpräsentation, haben eine erfolgreiche Verkaufsförderung ermöglicht. In den Jahren 2008 und 2009 wurden insgesamt 34 bzw. 38 Aktionen realisiert. Schwerpunktländer bei der Absatzförderung waren neben den wichtigsten Exportmärkten Italien und Österreich die mittel- und osteuropäischen Länder.

Exportoffensive 2008

Im Rahmen der „Bayerischen Exportoffensive, Neue Märkte“, wurden im Jahr 2008 Informations- und Kommunikationsforen mit Produktpräsentationen in Moskau, Istanbul und Kiew durchgeführt. Bei diesen Veranstaltungen, die zur Kontaktaufnahme und oft zu belastbaren Handelsbeziehungen zwischen bayerischen Ausstellern und ausländischen Handelspartnern führen, beteiligen sich in der Regel zwischen 15 und 20 bayerische Lebensmittelhersteller, überwiegend Molkereien und Käsereien. Zur Vorbereitung und Hinführung auf den neuen Markt werden Informationsseminare für die exportinteressierte und -orientierten bayerischen Firmen veranstaltet. Dabei werden die länderspezifischen neuen Märkte aufgezeigt und vermittelt. Im Jahr 2009 wurden diese Informations- und Kommunikationsforen auf die Länder Kroatien und Litauen ausgedehnt.

Infoplattformen im Internet

Auf der Internetplattform Food from Bavaria sind als zentrale Anlaufstelle für die Handelspartner der bayerischen Ernährungswirtschaft im In- und Ausland die wichtigsten Informationen zur Kontaktaufnahme, Planung und Durchführung von Aktionen mit bayerischen Produkten zusammengestellt. Sie enthält neben einer Herstellerdatenbank u. a. auch Tipps zur Umsetzung von Bayern-Aktionen, eine Online-Bestellmöglichkeit für Werbeartikel und eine Bilddatenbank.

Im Rahmen der Plattform Spezialitaetenland Bayern steht eine bisher europaweit einmalige Internetdatenbank mit über 230 regionaltypischen Spezialitäten aus Bayern zur Verfügung. Sie gibt Auskunft über die Geschichte und die Zubereitung dieser Speisen und Produkte sowie welche Speisen mit welchen regionalen Besonderheiten verbunden sind.

Die wichtigsten Informationen beider Plattformen sind auch auf Englisch, Französisch und Italienisch verfügbar.

Geschützte geographische Herkunftsangaben

Seit 1992 können Herkunftsbezeichnungen bei Agrarprodukten und Lebensmitteln nach der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 EU-weit gegen missbräuchliche Nutzung geschützt werden. In Bayern gibt es mittlerweile 17 Produkte, die einen solchen Schutz genießen. Damit ist Bayern im Bundesvergleich führend. Aktuell befinden sich 24 weitere Produkte im Anerkennungsverfahren (Stand: Dezember 2009).

Bezüglich Marktbedeutung werden herkunftsgeschützte Produkte zu einem immer größeren Wirtschaftsfaktor für die bayerische Agrar- und Ernährungswirtschaft: Alleine die wichtigsten Produkte Bayerisches Bier, Allgäuer Emmentaler, Allgäuer Bergkäse, Nürnberger Bratwürste und Frankenwein stehen für einen jährlichen Umsatz von über 2 Mrd. € auf Herstellerebene.