Sprungmarken:

http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/ausgleichszulage.html

Ausgleichszulage

In den benachteiligten Gebieten, unterteilt nach Berggebieten, benachteiligte Agrarzone mit Kerngebieten (sog. Zwischengebiete) und den kleinen Gebieten, erhalten Landwirte als Teilkompensation der natürlichen ungünstigen Standortbedingungen oder anderer spezifischer Produktionsnachteile eine Ausgleichszulage. Damit sollen die Fortführung der Landwirtschaft in diesen Gebieten sowie die Pflege und die Erhaltung der Kulturlandschaft nachhaltig gesichert werden.

Ausgleichszulage 2008 nach Regierungsbezirken

GebietGeförderte BetriebeAnerkannte geförderte Fläche (ha) InsgesamtAnerkannte geförderte Fläche (ha) je BetriebØ Förderbetrag €/Antragsteller
Oberbayern13.701261.95519,121.536
Niederbayern10.483140.65413,421.542
Oberpfalz13.165266.85320,271.786
Oberfranken9.956233.03423,411.744
Mittelfranken10.105193.66719,171.151
Unterfranken5.998134.02022,341.281
Schwaben10.050218.03421,691.495
Bayern73.4581.448.21819,711.531

Ausgleichszulage 2009 nach Regierungsbezirken

GebietGeförderte BetriebeAnerkannte geförderte Fläche (ha) InsgesamtAnerkannte geförderte Fläche (ha) je BetriebØ Förderbetrag €/Antragsteller
Oberbayern13.466260.26019,331.551
Niederbayern10.206140.70813,791.581
Oberpfalz12.917263.97520,441.791
Oberfranken9.674229.38323,711.768
Mittelfranken9.846190.95119,391.163
Unterfranken5.864132.35922,571.316
Schwaben9.923216.99021,871.509
Bayern71.8961.434.62619,951.549

 Die Höhe der Ausgleichszulage ist abhängig vom Grad der Benachteiligung und variiert zwischen 25 € je ha und 200 € je ha. Maßstab dafür ist seit 2002 die Durchschnitts-LVZ (landwirtschaftliche Vergleichszahl) der Gemeinden bzw. Gemarkungen in der benachteiligten Agrarzone bzw. im Berggebiet, in der die Flächen des jeweiligen Betriebes liegen.

Die Ausgleichszulage wird als reine Flächenprämie gewährt, wobei Intensivkulturen, wie z. B. Zuckerrüben und Silomais, von der Förderung ausgeschlossen sind. Die Prämienhöhe für Ackerkulturen liegt aufgrund von Bundesvorgaben nur auf halber Höhe der Grünlandförderung. Futterpflanzen ohne Mais sind dem Grünland in der Förderung gleichgestellt. Für Flächen mit hoher Handarbeitsstufe, z. B. Almen/Alpen und Flächen über 1 000 Meter Höhenlage werden mit 200 € je ha gefördert.

Im Jahr 2009 erhielten 71 896 Betriebe für 1,43 Mio. ha 111,40 Mio. € Ausgleichszulage, das entspricht im Durchschnitt je Antragsteller 1.549 €.

Die Finanzierung erfolgt seit dem Jahr 2000 zu 50 % aus EU-Mitteln und zu 50 % aus GAK-Mitteln.

Ausgleichszulage 2002 bis 2009 in Bayern

Jahr Berggebiet1) Benachteiligte Agrarzone1) Insgesamt1) Berggebiet2) Benachteiligte Agrarzone2) Insgesamt2)
2002 9.609 72.681 82.290 26,18 102,89 129,07
2003 9.345 70.249 79.594 28,20 116,41 144,61
2004 9.315 70.441 79.756 28,47 113,29 141,76
2005 9.414 70.543 79.948 29,09 114,02 143,11
2006 9.231 68.265 77.496 29,02 109,56 138,58
2007 9.097 66.192 75.289 25,22 87,91 113,13
2008 8.936 64.522 73.458 24,79 87,64 112,43
2009 8.902 62.994 71.896 24,69 86,71 111,40

1) Betriebe.

2) Mittel in Mio. €.