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Landwirtschaftliches Bauen

Die Investitionsbereitschaft (gemessen am Investitionsvolumen) von Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben stieg im Jahr 2008 gegenüber dem Jahr 2007 um fast 92 %. Bedingt durch die schwierige wirtschaftliche Situation 2009, ließ diese Investitionsbereitschaft nach, blieb aber noch über dem Stand von 2007.

Die Anzahl der Förderanträge (Daten nach einzelbetrieblicher Investitionsförderung) sank von 2008 auf 2009 um ca. 500. Die Anträge im Bereich Mastschweinehaltung blieb annähernd gleich, wobei bei der Zuchtsauenhaltung ein gleichbleibender Abwärtstrend erkennbar ist. 2008 wurden viermal mehr Förderungen zum Bau von Güllegruben als im Jahr 2009 beantragt. Grund dafür war, die fachrechtliche Vorgabe ab dem Jahr 2009 für sechs Monate Lagerkapazität zu schaffen. Im Milchviehbereich sank die Anzahl der Anträge auf Förderung im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um ca. 36 %, allerdings ist das Investitionsvolumen je Antrag gestiegen (größere Investitionen). Weitere Informationen im Kapitel Einzelbetriebliche Investitionsförderung.

Im Vordergrund standen vielmals arbeitswirtschaftliche Verbesserungen, artgerechte Tierhaltung und der Fortbestand der Betriebe. Hierbei wurden bei viehhaltenden Betrieben sowohl Erweiterungs- wie auch Neubauten durchgeführt. Insbesondere die größeren milchviehhaltenden Betriebe stellen sich mit baulichen Wachstumsinvestitionen auf die künftigen wirtschaftlichen Herausforderungen ein. Das Interesse der Landwirte an automatischen Melksystemen (Melkroboter) steigt.

Die immissionsschutzrechtliche Überprüfung zur Standortsicherung für An-/Um- und Neubauten, z. B. TA-Luft, war ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Landwirtschaftsverwaltung. Diese Beratung wird auch häufig von Landratsämtern und Gemeinden im Vorfeld des Baugenehmigungsverfahrens in Anspruch genommen.