Sprungmarken:

http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/bodenordnung-planung.html

Bodenordnung

Die Bodenordnung erleichtert bzw. ermöglicht die Neuordnung der Eigentumsverhältnisse. Nach der Planung und der Realisierung der Projekte durch die Teilnehmergemeinschaft sichert die Bodenordnung deren Kataster und grundbuchmäßigen Vollzug und damit den nachhaltigen Bestand der mit öffentlichen Mitteln geschaffenen Maßnahmen.

Im Berichtszeitraum 2008/2009 wurden in 388 Verfahren der Ländlichen Entwicklung rd. 60 000 ha ländlicher Grundbesitz neu geordnet. Die Neuordnung dient der Entflechtung konkurrierender Nutzungsansprüche an Grund und Boden sowie durch Schaffung größerer Wirtschaftsflächen der Wettbewerbsstärkung der bäuerlichen Landwirtschaft.

Die Zusammenlegung von zersplittertem und ungünstig zugeschnittenem Grundbesitz zu größeren, zweckmäßig geformten Grundstücken trägt zu einer flächendeckenden Landbewirtschaftung bei, da sie den Landwirten eine effiziente Bewirtschaftung mit modernen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten ermöglicht. Dadurch werden die Betriebe in ihrem Wettbewerb und damit auch in ihrer Zukunftsfähigkeit gestärkt.

Maßnahmen der Bodenordnung können je nach Umfang und Problemstellung durch

  • ein Regelverfahren,
  • ein Vereinfachtes Verfahren,
  • ein Beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren,
  • ein Unternehmensverfahren oder
  • einen Freiwilligen Nutzungstausch realisiert werden.

Wegen der steigenden Pachtquote wurde außerhalb des Flurbereinigungsgesetzes mit dem Instrument des Freiwilligen Nutzungstausches die Zusammenlegung von Pachtflächen zu größeren Wirtschaftseinheiten ohne Änderung der Eigentumsverhältnisse ermöglicht.

Landbereitstellung in der Ländlichen Entwicklung (ha)

Jahr Bereitgestellte Flächen insgesamt Landwirtschaft1) Ökologie1) Innenentwicklung1) Überörtlicher Verkehr1) Sonstiges1)
2008 906 421 329 2 17 137
2009 687 361 218 1 56 50

1) Verwendung der bereitgestellten Flächen.