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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/buergermitwirkung-und-planung.html

Bürgermitwirkung und Planung

Flurneuordnung

Die Grundstückseigentümer schließen sich in einer Teilnehmergemeinschaft zusammen. Der aus gewählten Bürgern zusammengesetzte Vorstand bildet dabei das zentrale Entscheidungsgremium. Aus „Betroffenen“ werden so „Beteiligte“; das ist praktizierte Bürgermitwirkung.

Die Delegation von Aufgaben der staatlichen Verwaltung auf die Teilnehmergemeinschaft entspricht dem traditionellen bayerischen Genossenschaftsprinzip und ist ein Vorzeigebeispiel für flexibles staatliches Handeln und Bürgermitverantwortung. Durch Einleitung des Verfahrens nach dem Flurbereinigungsgesetz entsteht mit der Teilnehmergemeinschaft eine bürgernahe „Behörde auf Zeit“.

Dorferneuerung

Auch bei der Dorferneuerung ist die Aktivierung und Einbindung der Dorfbewohner in die Planungs- und Entscheidungsprozesse ein zentrales Anliegen.

In der Planungsphase steht der Dialog mit Bürgern und Planungsträgern im Mittelpunkt. Das mobilisiert die Eigenkräfte und stärkt das Selbstbewusstsein sowie die Ortsverbundenheit und das Heimatgefühl. Gleichzeitig erhöht diese Vorgehensweise wesentlich die Akzeptanz staatlicher und kommunaler Vorhaben.

Die dazu notwendige Bildungs- und Informationsarbeit erfolgt in Arbeitskreisen, Versammlungen, Sprechtagen, Ortsbegehungen und öffentlichen Vorstandssitzungen.

Die Schulen der Dorf und Landentwicklung, in denen die Bürger auf die Verfahren der Dorferneuerung und Flurneuordnung vorbereitet werden, haben sich mittlerweile als wichtige private Fortbildungseinrichtungen für Themen des ländlichen Raums etabliert.