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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/einkommensprognose-fuer-2009-2010.html

Einkommensprognose für das WJ 2009/2010

Im WJ 2009/2010 werden die Erlöse bei Milch und Rindern unter dem Vorjahreswert bleiben. Die Erzeugerpreise von Mähdrusch- und Hackfrüchten werden gegenüber dem Vorjahr deutlich sinken. In der Veredelung werden die Erlöse ebenfalls rückläufig sein. Auf der Aufwandsseite werden Preissenkungen bei Dünge- und Futtermitteln sowie bei Treib- und Schmierstoffen entlastend wirken. Aufgrund der Mengen-, Preis- und Kostenänderungen werden bei den Haupterwerbsbetrieben folgende Gewinnentwicklungen gegenüber dem WJ 2008/2009 erwartet:

Ackerbaubetriebe

Die Ernte 2009 entsprach in etwa dem Vorjahresniveau. Zuckerrübenerträge übertrafen das Vorjahr. Die Preise geben bei den wichtigsten Marktfrüchten nach. Deutliche Preissenkungen bei den Düngemitteln und billigere Treibstoffe entlasten das Ergebnis. Die Gewinne der Ackerbaubetriebe dürften nochmals um 3 bis 7 % sinken.

Futterbaubetriebe

Trotz wieder anziehender Milchpreise wird der Durchschnittspreis des Vorjahres nicht erreicht werden. Bullen- und Schlachtkuhpreise geben nach, Kälber verteuern sich. Günstigere Preise bei Futtermitteln wirken positiv auf das Ergebnis. In der Summe dürften diese Effekte in den spezialisierten Milchviehbetrieben einen Gewinnrückgang zwischen 10 und 14 % bewirken.

In den sonstigen Futterbaubetrieben führen die steigenden Kälberkosten bei sinkenden Rindfleischpreisen zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses um ebenfalls bis zu 14 %.

Veredelungsbetriebe

Die Preise für Ferkel und Schlachtschweine werden im WJ 2009/2010 wieder fallen. Preisrückgänge bei Futtermitteln und beim Ferkelzukauf wirken kompensierend. Es ist davon auszugehen, dass sich die Gewinne der Veredelungsbetriebe auf dem Niveau des Vorjahres bewegen werden.

Verbundbetriebe

Bei einem Umsatzanteil von ca. 55 % aus der Schweinehaltung mit Schwerpunkt Mast beeinflusst die Preisentwicklung dieses Betriebszweiges das Einkommen der Verbundbetriebe entscheidend. Der Rückgang der Preise bei Mastschweinen wird durch Einsparungen beim Ferkelzukauf und bei den Futtermitteln kompensiert. Es ist mit einer leichten Einkommenssteigerung von bis zu 6 % zu rechnen.

Über alle Betriebsformen gerechnet wird bei den Haupterwerbsbetrieben gegenüber dem Vorjahr ein mittlerer Gewinnrückgang von nochmal bis zu 9 % erwartet.