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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/foerderung-der-regionalen-vermarktung.html

Förderung der regionalen Vermarktung

Bayerisches Qualitäts- und Herkunftssicherungsprogramm „Geprüfte Qualität“

Für das bayerische Qualitätsprogramm mit regionalem Herkunftsnachweis „Geprüfte Qualität“ liegen inzwischen für insgesamt 28 Produkte die Voraussetzungen für ein umfassendes Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem vor. Bis Ende 2009 waren nach diesem Programm bereits über 28 000 bayerische landwirtschaftliche Betriebe kontrolliert und erstzertifiziert.

Für alle Produkte gilt gleichermaßen, dass die zugrunde gelegten Qualitätskriterien die aktuellen gesetzlichen Standards übertreffen, z. B. in Bezug auf

  • das Verbot der Klärschlammausbringung sowie
  • die Qualitätssicherung bei Futtermitteln.

Die Einhaltung der strengen Qualitäts- und Prüfbestimmungen werden in einem dreistufigen Kontrollsystem auf jeder Ebene der Produktionskette (Eigenkontrolle, externe Kontrolle, staatliche Kontrolle) überprüft.

„Geprüfte Qualität – Bayern“ für Rinder und Rindfleisch hat sich seit seinem Start im Jahre 2002 zu einem erfolgreichen Basis-Qualitätssicherungssystem entwickelt. Die zertifizierten und kontrollierten Betriebe können somit den Anforderungen der Ernährungswirtschaft sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland (z. B. aus Italien und Frankreich) erfolgreich nachkommen. Insgesamt wurden seit Programmstart über 63 000 Erst- und Folgezertifizierungen landwirtschaftlicher Betriebe, die in das Programm „Geprüfte Qualität – Bayern“ liefern, erfolgreich durchgeführt.

Auch die Verbraucher fragen zunehmend transparent und regional erzeugte Lebensmittel nach. Deshalb räumt auch der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) der Vermarktung regionaler Produkte wieder einen deutlich größeren Stellenwert ein und es werden vermehrt Produkte aus dem Programm „Geprüfte Qualität – Bayern“ angeboten. So sind mittlerweile die GQ-Produkte Eier, Sauergurken, Brot und Kleingebäck, Mehl, Spargel, Eissalat, Kartoffeln, Zwiebeln im LEH zu finden. Seit September 2009 wird auch frisches Bullenfleisch unter diesem Zeichen vermarktet, was einer jährlichen Menge von rd. 20 000 Jungbullen entspricht.

Direktvermarktung, Hauswirtschaftliche Fachservices

Mit derzeit 176 Bauernmärkten befindet sich etwa die Hälfte aller Bauernmärkte Deutschlands in Bayern.

Die Hauswirtschaftlichen-Fachservices (HWF) als innovative Kombination von Direktvermarktung und Dienstleistung haben sich in den zurückliegenden Jahren sehr positiv entwickelt. Inzwischen gibt es 100 derartige Initiativen mit ca. 2 000 Teilnehmern in ganz Bayern.

Die Direktvermarktung wird in Bayern unterstützt durch

  • eine zielgerichtete Fachberatung bei gemeinsamen Maßnahmen, z. B. Landwirtschaft und Gastronomie,
  • finanzielle Beteiligung bei Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für praktizierende Landwirte zum Thema „Marketing in der Direktvermarktung“,
  • wissenschaftliche Untersuchungen und Modellvorhaben,
  • Förderung von Investitionen bei Direktvermarktern im Rahmen der einzelbetrieblichen Förderung,
  • flächendeckende Informationsarbeit und Schulungen beispielsweise im Hygienebereich bei den HWF,
  • PR-Maßnahmen und eine spezielle Förderung von Pilotprojekten,
  • Beratung, Optimierung und Zertifizierung von Bauernmärkten.

Informationskampagne für bayerische Milch und Milchprodukte

Die schwere Krise auf dem europäischen Milchmarkt im Jahr 2009 hatte insbesondere auch erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die bayerischen Milcherzeuger. Aufgrund der äußerst schwierigen Situation hat der Freistaat Bayern deshalb Sondermittel in Höhe von 2,5 Mio. € für eine Informationskampagne unter dem Thema „Unsere Milch macht Bayern stark“ bereitgestellt. Es erfolgten Schaltungen in Tageszeitungen, Großflächenplakatierungen, Kooperationswerbung mit den Molkereien und Käsereien sowie ein ansprechender Internetauftritt.