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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/gewinnermittlung-einkommensteuer.html

Gewinnermittlung, Einkommensteuer

Mit BMF-Schreiben vom 25. Juni 2008 wurden die ertragssteuerlichen Folgen aus der Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in nationales Recht bekannt gegeben. Dabei war auch eine vorgezogene Erfassung der erst am Jahresende zufließenden Betriebsprämie bei buchführenden Betrieben vorgesehen. Dies hätte zu einer Erfassung und Besteuerung von zwei Betriebsprämienzahlungen im Wirtschaftjahr 2007/2008 und zu einer entsprechenden Steuermehrbelastung der bayerischen Betriebe von rd. 75 Mio. € geführt. Auf nachdrückliche bayerische Bemühungen hat die Bundesfinanzverwaltung diese Entscheidung zurückgenommen.

Die Aufgliederung der einkommensteuerlich geführten Land- und Forstwirte nach der Art der Gewinnermittlung stellt sich in Bayern für das Veranlagungsjahr 2007 wie folgt dar:

Einkommensbesteuerung der Land- und Forstwirte in Bayern 2007

Art der GewinnermittlungAnzahlAnteil in %
Überschussrechnung, da § 13a EStG unzulässig80.57742,1
Durchschnittssatzgewinnermittlung63.55733,2
Buchführung auf Grund Verpflichtung38.93020,4
Schätzung7.4153,9
Freiwillige Buchführung4070,2
Freiwillige Überschussrechnung4190,2
Steuerlich geführte Land- und Forstwirte insgesamt191.305100

Die hohe Anzahl der steuerlich geführten Betriebe ergibt sich aus der teilweise doppelten Erfassung von Pächter und Verpächter.

Neben den allgemeinen gesetzlichen Änderungen zur Einkommensteuer in den Jahren 2008 und 2009 profitierte die Land- und Forstwirtschaft besonders von folgenden Maßnahmen:

  • Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für 2009 und 2010
  • Anhebung der Grenzen in § 7g EStG (Investitionsabzugsbetrag) beim Wirtschaftswert auf 175.000 € für 2009 und 2010