Sprungmarken:

http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/grosskoernige-leguminosen.html

Großkörnige Leguminosen

2008 und 2009 setzte sich der Rückgang des Leguminosenanbaues auch in Bayern fort. Mit 9 400 ha bzw. 11 112 ha schwankte der Körnererbsenanbau um die Zehntausend-Hektar-Schwelle. Die leichte Erholung des letzten Jahres dürfte auf das KULAP-A-Programm zurückzuführen sein, bei dem im Rahmen einer vielfältigen Fruchtfolge mindestens 5 % der Ackerfläche mit Leguminosen angebaut werden müssen, um pro Hektar 100 € Fördermittel für 5 Jahre zu erhalten. Dies dürfte auch den Ackerbohnen einen gewissen Anbauschub auf 2 363 ha gegeben haben. Leguminosen werden überwiegend in Ökobetrieben angesät, die diese Kulturen als Stickstoffsammler in der Fruchtfolge benötigen.

Trotz der enormen Abhängigkeit Bayerns von Eiweißfuttermittelimporten aus Übersee ist es unter kleinstrukturierten Anbaubedingungen schwierig große, von der Futtermittelindustrie geforderte Partien zusammenzustellen. Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, die Versorgung mit einheimischen Eiweißfuttermitteln zu verbessern (vgl. Verbesserung der heimischen Eiweißfuttermittelversorgung).

Die Leguminose Soja wird von der Systematik den Ölfrüchten zugeordnet (vgl. Ölfrüchte).

Anbau von Leguminosen in Bayern

JahrAnbaufläche in 1.000 haErtrag in dt/haErntemenge in 1.000 t
Futtererbsen
20089,332,129,7
200911,334,539,0
Ø 2003/200813,032,241,8
Ackerbohnen
20081,535,55,4
20092,237,48,2
Ø 2003/20082,233,87,6