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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/grundstuecksverkaeufe.html

Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke

In der Kaufwertstatistik für landwirtschaftliche Grundstücke, die seit 1974 geführt wird, sind alle Kauffälle ab 0,1 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche einbezogen. Grundstücksflächen innerhalb von Flächennutzungs- oder Bebauungsplänen einer Gemeinde, die als baureifes Land, Rohbauland, Industrieland, Land für Verkehrszwecke oder Freiflächen verkauft werden, sind in dieser Preisstatistik nicht enthalten.

Kaufwert für landwirtschaftliche Grundstücke (Grundstückspreise) in Bayern
(€ je ha landwirtschaftliche Nutzung, ohne Gebäude und Inventar) – Schaubild 19 in höherer Auflösung

 

Im Jahr 2008 betrug in Bayern der durchschnittliche Kaufwert je Hektar LF 25.379 €. Er lag damit gut 4 % über dem Ergebnis des Jahres 2006 mit 24.294 € je ha und um 24 % unter dem Niveau von 1984. Damals wurde mit umgerechnet 33.345 € der bisher höchste durchschnittliche Kaufwert festgestellt (vgl. Tabelle 8).

Die Schwankungsbreite der Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke innerhalb Bayerns ist groß. Die höchsten Kaufwerte werden mit 34.136 € je ha in Oberbayern erzielt. Am niedrigsten sind die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke in Oberfranken (14.059 € je ha).

Im Jahr 2008 bestanden wieder sehr große Preisdifferenzen zwischen den Bundesländern. Der niedrigste durchschnittliche Grundstückspreis in Höhe von 3.707 € je ha wurde in Brandenburg erzielt, Nordrhein-Westfalen liegt mit 26.279 € je ha an der Spitze. Bayern rangiert auf Platz zwei. In den neuen Bundesländern lagen die Kaufwerte mit 4.973 € je ha LF 2008 deutlich unter den der alten Bundesländer mit 17.175 € je ha LF.

Obwohl es sich um landwirtschaftliche Grundstücke handelt, sind diese Preise oft von außerlandwirtschaftlichen Einflüssen bestimmt, z. B. von der Zahl der Fälle, vom Kauf von Ausgleichsflächen für Bauland-, Verkehrs- oder Industrieansiedlungsflächen oder von der Reinvestition von Veräußerungsgewinnen nach Baulandverkauf.

Die Bodengüte spielt für den Preis meist eine geringere Rolle. Bei den hohen Kaufwerten in Bayern ist bei landwirtschaftlicher Nutzung kaum eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erwarten. Die Betriebsaufstockung durch Zukauf ist nur noch in Einzelfällen erkennbar.

Veräußerungen von Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung

Gebiet199020002008
Veräußerungsfälle insgesamt1)
Oberbayern719854862
Niederbayern701655815
Oberpfalz517527646
Oberfranken253528580
Mittelfranken369469261
Unterfranken5601.035870
Schwaben892905891
Bayern4.0114.9734.925
Verkaufsfläche der landwirtschaftlichen Nutzung in ha insgesamt
Oberbayern9561.4471.503
Niederbayern1.1111.1901.401
Oberpfalz7067761.130
Oberfranken360667609
Mittelfranken410657427
Unterfranken4981.0921.004
Schwaben1.2701.3151.317
Bayern5.3117.1437.390
Kaufwerte (Grundstückspreise) in €/ha landwirtschaftlicher Nutzung (ohne Gebäude und ohne Inventar)
Oberbayern48.67934.44134.136
Niederbayern33.34528.71433.197
Oberpfalz29.88821.73520.171
Oberfranken13.15016.54614.059
Mittelfranken24.16918.42518.234
Unterfranken19.53216.10418.436
Schwaben30.89326.07024.380
Bayern31.68624.61925.379
Deutschland·9.081

1) Ohne Gebäude und ohne Inventar.

Für den Strukturwandel ist der Flächenverkauf von knapp 7 400 ha landwirtschaftlicher Nutzung im Jahr 2008 von geringer Bedeutung.