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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/infrastruktur-planung.html

Infrastruktur

Auf lokaler Ebene ist die Erschließung der ländlichen Gebiete einschließlich Almen und Alpen durch Straßen und Wege ein Aufgabenschwerpunkt. So wurden im Berichtszeitraum zur Erschließung der Fluren über 723 km Feld- und Waldwege bedarfsgerecht und landschaftsschonend ausgebaut.

Schwerpunkte bei der Verbesserung der Infrastruktur des ländlichen Raums sind:

  • die Anbindung von Dörfern und Weilern mit ganzjährig befahrbaren Straßen an das überörtliche Straßennetz und
  • die eigentumsrechtliche Regelung bei bereits vorhandenen Wegen.

Auf regionaler bzw. überregionaler Ebene dienen derzeit 119 sogenannte Unternehmensverfahren der eigentums-, sozial- und naturverträglichen Umsetzung von Großbaumaßnahmen der öffentlichen Hand, z. B. Bau von Autobahnen, Bundesstraßen, Ortsumgehungen, Neubaustrecken der Deutschen Bahn AG.

Ziel der Unternehmensverfahren ist, die Privatinteressen der Grundeigentümer mit den gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Interessen in Einklang zu bringen, so dass der mit der Großbaumaßnahme verbundene Eingriff in die Kulturlandschaft und in das private Grundeigentum minimiert wird.

Die Frage der Bodenordnung stellt sich immer dann, wenn verschiedenste Nutzungsansprüche an Grund und Boden miteinander in Konkurrenz stehen. Das Instrument der Bodenordnung erlaubt in diesem Fall einen Ausgleich zwischen landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Interessen.