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Einkommensentwicklung in den Klein- und Nebenerwerbsbetrieben

Im WJ 2008/2009 ist der Gewinn in den Klein- und Nebenerwerbsbetrieben um 43 % oder 5.635 € auf 7.442 € gesunken.

Bei den Umsatzerlösen sind ähnliche Veränderungen wie bei den Haupterwerbsbetrieben zu beobachten. Die Zulagen und Zuschüsse blieben praktisch konstant bei 9.145 €. Dem Rückgang bei den Prämien für umweltgerechte Agrarerzeugung (–26 %) stand eine Erhöhung der entkoppelten Betriebsprämie um 4 % und eine erhöhte Agrardieselerstattung (+18 %) gegenüber. Die Klein- und Nebenerwerbsbetriebe profitierten relativ gesehen sehr stark vom Wegfall des Selbstbehaltes bei der Agardieselrückvergütung.

Das außerbetriebliche Erwerbseinkommen hat um 10 % oder 1.528 € zugenommen, das Gesamteinkommen nahm entsprechend nur um 13,7 % auf 27.683 € ab. Die Veränderung des außerlandwirtschaftlichen Einkommens ist eine Reaktion der Betriebe auf die gesunkenen Einkünfte aus der Landwirtschaft. Vom Gesamteinkommen entfallen 26,9 % auf den landwirtschaftlichen Gewinn.

Das Gesamteinkommen der Klein- und Nebenerwerbsbetriebe erreichte im WJ 2008/2009 knapp 70 % des Gesamteinkommens der Haupterwerbsbetriebe. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass bei den Haupterwerbsbetrieben aus dem Gesamteinkommen Nettoinvestitionen zur Erhaltung des betrieblichen Arbeitsplatzes finanziert werden müssen. In beiden Gruppen müssen aus dem Gesamteinkommen noch die soziale Sicherung und die privaten Steuern bestritten werden.

Die betriebliche Stabilität eines Klein- und Nebenerwerbsbetriebes ist mehr von der Sicherheit des außerlandwirtschaftlichen Arbeitsplatzes abhängig als von Gewinn und Eigenkapitalbildung des Unternehmens.

Der Eigenkapitalanteil am Vermögen betrug nach den Buchführungsabschlüssen des WJ 2008/2009 95 %. Der Wert lag über dem der Haupterwerbsbetriebe. Die Fremdkapitalbelastung in den Klein- und Nebenerwerbsbetrieben ist gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % gestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 3,1 % ab, während die langfristigen Verbindlichkeiten im gleichen Umfang zunahmen. Insgesamt kann die Liquidität in den Klein- und Nebenerwerbsbetrieben als gut bezeichnet werden.

Ergebnisse der Klein- und Nebenerwerbsbetriebe in den Wirtschaftsjahren 2007/2008 und 2008/2009

MerkmalEinheit2007/20082008/2009Veränderung in %
Betriebsgrößeha LF18,9818,77–1,1
Vergleichswert€/ha LF5535794,7
ArbeitskräfteAK/Betrieb0,680,680,0
dar. Familien-AKFAK/Betrieb0,670,670,0
Gewinn€/ha LF689397–42,4
Gewinn€/Unternehmen13.0777.442–43,1
Anteil des Gewinns am Gesamteinkommen%40,826,9–34,1
Gewinnrate%21,613,0–39,8
Unternehmensertrag€/Unternehmen60.55757.145–5,6
Außerbetriebl. Erwerbseinkommen€/Inhaberehepaar15.25316.78110,0
Gesamteinkommen€/Inhaberehepaar32.07127.683–13,7
Unternehmensbezogene Beihilfen€/Unternehmen9.1369.1450,1
dsgl. Anteil am Gewinn%70123
dsgl. Anteil am Unternehmensertrag%1516