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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/marktstrukturfoerderung.html

Marktstrukturförderung

Eine wirtschaftlich erfolgreiche Landwirtschaft in Bayern braucht auch schlagkräftige und innovative Verarbeitungs- und Vermarktungseinrichtungen. Darüber hinaus können sich nur leistungs- und anpassungsfähige Unternehmen neue Absatzmöglichkeiten auf den europäischen und internationalen Lebensmittelmärkten erschließen. Um diese Möglichkeiten erfolgreich nutzen zu können, sind bei den oft mittelständisch geprägten Unternehmen der Ernährungswirtschaft große Investitionen z. B. in Rationalisierung, Verbesserung der Arbeitswirtschaft oder Energieeffizienz notwendig.

Innerhalb des Bayerischen Zukunftsprogramms Agrarwirtschaft und ländlicher Raum (BayZAL) gibt es deshalb die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung der Ernährungswirtschaft zu fördern (Marktstrukturförderung, vgl. Finanzierung von agrar- und forstpolitischen Maßnahmen). In der Programmplanungsphase 2007 bis 2013 sind insgesamt 91 Mio. € Fördermittel für Maßnahmen zur Verbesserung der Verarbeitung und Vermarktung vorgesehen.

Die förderfähigen Ausgaben wurden im Beihilfen Berichtszeitraum mit bis zu 20 % gefördert. Die Mittel werden aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 zu 50 % aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und zu 50 % aus der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) bereitgestellt. Nach den geltenden EU-Vorgaben sind Unternehmen mit 750 oder mehr Beschäftigten oder 200 Mio. € oder mehr Jahresumsatz nicht antragsberechtigt. Dennoch übersteigt die Nachfrage nach Fördermitteln dieses Programms die Erwartungen und Planungen beträchtlich.

Bis Jahresende 2009 waren bereits über 51 Mio. € an Zuschüssen durch Bewilligungen festgelegt und davon 34,3 Mio. € an die Unternehmen ausgezahlt. Der Schwerpunkt liegt mit rd. 51 % der Zahlungen weiterhin im Sektor Milch, der zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einen kräftigen Investitionsschub erfährt. An zweiter Stelle stehen die Zahlungen für Maßnahmen in den Sektoren Fleisch, Mähdruschfrüchte und Obst sowie Gemüse mit jeweils gut 10 % der Zuschüsse sowie rd. 8 % für Kartoffeln und knapp 7 % für Wein. Im Sektor Wein wurde im Jahr 2009 die Förderung aus Mitteln der Marktstrukturverbesserung ausgesetzt und den Weinbaubetrieben ein „Bayerisches Programm zur Stärkung des Weinbaus“ angeboten (vgl. Wein).