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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/maschinen-und-betriebshilfsringe.html

Maschinen- und Betriebshilfsringe

Die hauptamtlich geführten Maschinen- und Betriebshilfsringe (MR) haben die Aufgabe, die Vermittlung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte und Maschinen zwischen landwirtschaftlichen Betrieben flächendeckend in Bayern zu organisieren. Der zunehmende Kapitalbedarf für moderne, umweltschonende Präzisionslandtechnik macht eine wirtschaftliche Auslastung des landwirtschaftlichen Maschinenparks erforderlich. Dazu werden logistisch und organisatorisch intelligente Lösungen benötigt, die von den MR angeboten werden. Neben der Vermittlungsleistung gehört auch die Organisation von Maschinengemeinschaften und komplette Arbeitsketten zu den wachsenden Schwerpunktaufgaben.

Ende 2009 waren in Bayern 96 848 land- und forstwirtschaftliche Mitglieder in 74 MR zusammengeschlossen, die einen Gesamtverrechnungswert von rd. 302 Mio. € bzw. 4,08 Mio. € je MR erzielten. MR-Mitglieder bewirtschaften fast 86 % der LF Bayerns (vgl. Tabelle 21).

Entwicklung der Maschinenringe in Bayern und deren Arbeitsergebnisse

JahrMitgliederLF insgesamt in haDurchschnittl. Betriebsgröße der Mitgliedsbetriebe in haVerrechnungswert in Mio. €Umsatz/ha in €
200897.3112.746.80028,2294,3107
200996.8482.762.50028,5301,6109

Die Vermittlung der nebenberuflichen Betriebsaushilfe bleibt eine weitere wichtige Säule im Leistungsangebot der MR. Der Verrechnungswert hierfür erreichte 2009 46,7 Mio. €. Mehr als 2 200 Vollarbeitskräfte leisteten dabei fast 4 Mio. Einsatzstunden pro Jahr.

Entwicklung des Betriebshilfsdienstes

Jahr Verrechnungswert alle MR in 1.000 € Verrechnungswert je MR in 1.000 € Einsatzstunden alle MR in 1.000 Stunden Einsatzstunden je MR in 1.000 Stunden Vollarbeitskräfte alle MR Vollarbeitskräfte je MR
2008 47.677 636 3.954 53 2.197 29,3
2009 46.748 632 3.980 54 2.274 30,7

Über den klassischen Tätigkeitsbereich hinaus haben die MR seit 1994 die gesetzliche Möglichkeit, Tochterunternehmen zu gründen, die qualifizierte gewerbliche Dienstleistungen im ländlichen Raum anbieten und durchführen können. Da diese Dienstleistungen aus Wettbewerbsgründen nicht gefördert werden dürfen, wurde das Fördersystem für das Kuratorium Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe (KBM) und die MR ab 2001 von institutioneller Förderung auf Projektförderung umgestellt. Die Förderung beschränkt sich seither auf die Vermittlung landwirtschaftlicher Maschinen sowie sozialer und wirtschaftlicher Betriebshilfe von Landwirt zu Landwirt.

Die gewerblichen Tochterunternehmen erwirtschafteten 2009 einen Umsatz von rd. 90 Mio. € auf dem gewerblichen Dienstleistungssektor und boten dadurch vielen landwirtschaftlichen Betrieben zusätzliche Einnahmemöglichkeiten.

Gesamtfördersumme im Zeitraum 2005 bis 2010 (in Mio. €)

JahrMaximale Gesamtfördersumme in Mio. €
20053,5
20063,2
20073,1
20083,0
20093,0