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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/wild.html

Wild

Die landwirtschaftliche Wildhaltung hat sich in Bayern in den letzten vier Jahrzehnten beachtlich entwickelt. Die Zahl der bayerischen Wildgehege liegt bei rd. 2 500; das sind mehr als 40 % des Bestandes in Deutschland. Auf mehr als 6 000 ha Gehegefläche stehen im Freistaat ca. 55 000 Zuchttiere. Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Wilderzeugung liegen in Ober- und Niederbayern sowie in der Oberpfalz, wo tendenziell auch mehr Rotwild gehalten wird. Den Großteil des Gehegewildbestandes stellt aber weiterhin das Damwild.

Der Freistaat unterstützt die landwirtschaftlichen Wildhalter durch eine kompetente Fachberatung und ein neues, vorbildliches Demonstrations- und Versuchsgehege am Standort Pfrentsch des LVFZ Almesbach im Oberpfälzer Wald. Dort konnte im Berichtszeitraum ein neues Seminargebäude errichtet werden.

Generell sind die bayerischen landwirtschaftlichen Wildhalter mit ihrem relativ kleinen Marktsegment von jährlich 800 bis 1 000 Tonnen Wildfleisch weiterhin aktiv dabei, sich gegen den Preisdruck, verursacht durch die umfangreichen Wildfleischimporte (2008: rd. 20 000 Tonnen in Deutschland) mit gezielten Werbeaktivitäten zu behaupten. Der Absatz erfolgt deshalb auch überwiegend auf dem Wege der Direktvermarktung. Darüber hinaus bündelt die Erzeugergemeinschaft für landwirtschaftliches Gehegewild in Bayern w. V. mit derzeit 195 Mitgliedern das Angebot von kleineren Wildhaltern.