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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/wald-forstwirtschaft-jagd/erhaltung-der-biologischen-vielfalt.html

Erhaltung der biologischen Vielfalt

Wälder sind ein wesentlicher und unersetzbarer Bestandteil eines gesunden Lebensraumes für Menschen, Tiere und Pflanzen. Eine in Bayern praktizierte naturnahe Waldbewirtschaftung sichert den Erhalt standortgemäßer Wälder, die dauerhaft und umfassend ihre ökonomischen, ökologischen und sozial unverzichtbaren Leistungen erbringen.

Die naturnahe Bewirtschaftung und nachhaltige Nutzung des Staatswaldes auf ganzer Fläche berücksichtigt und fördert in besonderer Weise die biologische Vielfalt der Wälder.

Darüber hinaus werden in Bayerns Wäldern unter anderem folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Prozessschutz: Die Ausweisung und wissenschaftliche Begleitung von Totalreservaten (Nationalparke, Naturwaldreservate), in denen die Natur allein über Werden, Wachsen und Vergehen bestimmt.
  • Biotopschutz: Die Renaturierung von Mooren und Feuchtflächen, die aktive Gestaltung von Waldinnen- und -außenrändern und die extensive Pflege, Erhaltung und Bewirtschaftung von Wald- und Streuobstwiesen.
  • Artenschutz: Die Beimischung seltener standortheimischer Bäume und Sträucher, das Belassen von alten Bäumen und Totholz, der Erhalt und das Markieren von Horst- und Höhlenbäumen sowie Maßnahmen zugunsten von Auer- und Birkhuhn, Fledermäusen, Wildkatze, Kolkraben, verschiedenen Eulenarten, Schwarzstorch und Flussperlmuschel.
  • Genetische Vielfalt: Die Baumarten in unseren Wäldern werden weder systematisch gezüchtet noch geklont oder genetisch verändert. Die Wälder werden vorrangig natürlich verjüngt, Saatgut wird aus anerkannten heimischen Beständen gesammelt, langfristig eingelagert und für die Nachzucht in Baumschulen verwendet.