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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/wald-forstwirtschaft-jagd/forstliches-gutachten-der-waldverjuengung.html

Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung

Die Forstverwaltung beurteilt alle drei Jahre im Rahmen der Abschussplanung für Schalenwild die Situation der Waldverjüngung. Turnusgemäß wurden daher im Jahr 2009 auf rd. 22 000 Verjüngungsflächen über 2 Mio. junge Bäume aufgenommen. Diese Verbissinventur liefert objektive und statistisch abgesicherte Ergebnisse, die Grundlage für die Forstlichen Gutachten in den 747 Hegegemeinschaften ist. Grundeigentümer und Jäger können an den Aufnahmen teilnehmen und werden auch im Vorfeld der Gutachtenerstellung intensiv eingebunden. Es ist Aufgabe der Jagdvorstände, Revierinhaber und unteren Jagdbehörden, die Ergebnisse und Empfehlungen der Forstlichen Gutachten in den Abschussplanungen umzusetzen.

Nach dem Anstieg im Jahr 2006 ist im Jahr 2009 der Schalenwildverbiss in Bayern bei allen Baumarten wieder gesunken, wenn auch noch nicht wieder das Niveau der Jahre 2000 und 2003 erreicht wurde. In vielen Regionen ist die Verbissbelastung bei den Laubbäumen und der Tanne weiterhin zu hoch. Gerade diese Baumarten sind aber für den Umbau unserer Wälder in stabile und klimatolerante Mischwälder von hoher Bedeutung. Entsprechend musste 2009 in 64 % der Hegegemeinschaften eine zu hohe Verbissbelastung festgestellt werden und in 52 % der Hegegemeinschaften wurde eine Abschusserhöhung empfohlen. Dort sind in Zukunft verstärkte Anstrengungen notwendig, um die standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen natürlich verjüngen zu können. Dass durch ein geeignetes und engagiertes Jagdmanagement waldverträgliche Schalenwildbestände erreicht werden können, zeigen die 36 % der Hegegemeinschaften, in denen die Verbisssituation „tragbar“ oder „günstig“ ist.

Ergebnisse der Verbissinventuren zu den Forstlichen Gutachten in Bayern –
Mittlerer Leittriebverbiss der verschiedenen Baumarten von 1991 bis 2009
Schaubild 54 in höherer Auflösung