Sprungmarken:

http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/wald-forstwirtschaft-jagd/naturwaldreservate.html

Naturwaldreservate

Naturwaldreservate können sich frei von direkter menschlicher Einflussnahme natürlich entwickeln. Neben der Sicherung repräsentativer Waldlebensräume und dem Erhalt der biologischen Vielfalt dient die Ausweisung von Naturwaldreservaten in erster Linie der Erfassung und Erforschung der ökologischen Zusammenhänge in ausgewählten Waldflächen. Naturwaldreservate bieten damit die einmalige Gelegenheit, die natürliche Dynamik in unseren Wäldern besser zu verstehen und für eine nachhaltige und zukunftsfähige Forstwirtschaft nutzbar zu machen. Nach dem Motto „Klasse statt Masse“ werden bei der Ausweisung von Naturwaldreservaten hohe Maßstäbe angesetzt. So sollen Naturwaldreservate möglichst alle in Bayern vorkommenden natürlichen Waldgesellschaften mit ihren typischen Standorten und Lebensgemeinschaften repräsentieren, also sowohl seltene Waldtypen auf Extremstandorten, als auch flächig verbreitete Waldgesellschaften.

Im Jahr 2008 wurde das Naturwaldreservat „Osta“ (Landkreis Schwandorf) um 10,2 ha erweitert. Mit dem 51,6 ha großen „Kaisersberg“ (Landkreis Altötting) wurde 2009 das erste bayerische Naturwaldreservat im Privatwald ausgewiesen. Außerdem wurde im Staatswald das 62 ha große Naturwaldreservat „Gaulkopf“ (Landkreis Main-Spessart) neu ausgewiesen und das Reservat „Kitschentalrangen“ (Landkreis Lichtenfels) um 8,4 ha erweitert.

Ende 2009 gab es in Bayern 156 Naturwaldreservate mit einer Fläche von insgesamt rd. 6 800 ha.