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http://www.agrarbericht-2010.bayern.de/wald-forstwirtschaft-jagd/waldpaedagogik.html

Waldpädagogik

Waldpädagogik ist Bildungsarbeit zur Förderung von Verständnis und Akzeptanz für die nachhaltige Waldbewirtschaftung. Sie umfasst alle den Lebensraum Wald und seine Funktionen betreffenden Lernprozesse, die den Einzelnen und die Gesellschaft in die Lage versetzen, langfristig, ganzheitlich und dem Gemeinwohl verpflichtet zu denken und zu handeln.

Waldpädagogik ist seit 1998 gesetzliche Dienstaufgabe der Forstbehörden in Bayern. Ziel der Bayerischen Forstverwaltung ist es, den gesetzlichen Bildungsauftrag flächendeckend in Bayern umzusetzen. Hauptzielgruppen der forstlichen Bildungsarbeit sind insbesondere die Schulklassen der Jahrgangsstufen, in denen Wald Lehrplaninhalt ist.

Der Wald ist einer der wichtigsten außerschulischen Lernorte. Er ist hervorragend geeignet für ganzheitliches, praktisches und vor allem fächerübergreifendes Lernen. Wald ist Arbeitsplatz und Rohstofflieferant und dient als Beispiel für Nachhaltigkeit in regionaler und globaler Betrachtung. Durch den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur werden vernetztes Denken und Handeln gefördert sowie ein Anreiz zum persönlichen Einsatz für die Belange von Wald, Natur und Umwelt geschaffen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Durch das flächendeckende Netz an Forstrevieren gelingt es, attraktive Veranstaltungen in allen Regionen Bayerns anzubieten. In Ballungsräumen und an einigen anderen Schwerpunkten Bayerns verstärken feste waldpädagogische Einrichtungen in Form von Walderlebniszentren und einem Jugendwaldheim das Angebot.

Die 2007 neu eröffneten Walderlebniszentren Regensburg und Gramschatzer Wald bei Würzburg haben sich mit einem breit gefächerten Programm zu waldbezogenen Themen (Lebensraum Wald, nachhaltige Bewirtschaftung, Holzprodukte) und hohen Besucherzahlen in der jeweiligen Region etabliert.

Die bayerischen Walderlebniszentren und das Jugendwaldheim Lauenstein sind wichtige Bestandteile der bayerischen Umweltbildungslandschaft. Dies zeigt sich darin, dass die neun bestehenden Einrichtungen mit der Dachmarke „Umweltbildung.Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit (StMUG) ausgezeichnet wurden.

Die Bayerische Forstverwaltung ist seit Jahren einer der größten Anbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) in Bayern. Die Jugendlichen arbeiten vorrangig in waldpädagogischen Einrichtungen mit.

Die ostbayerischen Waldjugendspiele konnten 2009 ihr 40-jähriges Bestehen feiern. In dieser bei Lehrern und Schülern sehr beliebten Veranstaltung treten Schulklassen in einem Wettbewerb gegeneinander an. Sie punkten mit Wissen um den Wald und in Aktivitäten, die ihnen Wald und Forstwirtschaft nahebringen.